Programm

Bildung gestalten im Dialog – lokale Verantwortungsgemeinschaften erarbeiten Entwicklungsperspektiven und Praxisansätze.
Bildung gestalten im Dialog – lokale Verantwortungsgemeinschaften erarbeiten Entwicklungsperspektiven und Praxisansätze.

Gemeinsam für eine chancengerechte Bildung

Herkunftsbedingte Unterschiede spielen in Deutschland immer noch eine große Rolle, wenn es um Bildungserfolg geht. In von Armut betroffenen Stadtvierteln fehlen häufig Entwicklungsperspektiven und Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche. Diese profitieren besonders von einer gut durchdachten biografiebegleitenden Bildung. Hier setzt Ein Quadratkilometer Bildung an. Was als Modellprogramm zur sozialraumorientierten Schulentwicklung begann und derzeit in 13 kommunalen Bildungsnetzwerken bundesweit umgesetzt wird, umfasst in seinem Ansatz vier zentrale Bausteine.

 

Eine lokale Verantwortungsgemeinschaft für gute Bildung

Durch den Aufbau einer Pädagogischen Werkstatt im Quartier wird ein Ort des Austauschs und Dialogs für alle lokalen Bildungsakteur:innen im Sozialraum etabliert. Praxisbegleiter:innen übernehmen die Leitung der Pädagogischen Werkstatt sowie die Entwicklung und Moderation eines multiprofessionellen, kleinräumigen Bildungsnetzwerks. Aus Bedarfen entstehen gemeinsam entwickelte Praxisansätze, die mithilfe eines Entwicklungsbudgets im Bildungsalltag erprobt und umgesetzt werden. So entsteht eine lokale Verantwortungsgemeinschaft.

Institutionenübergreifendes Denken und Handeln ermöglicht eine bedarfsgerechte Antwort auf die bestehenden Herausforderungen. Ein Quadratkilometer Bildung wirkt Bottom-up: Die Antwort auf die lokalen Herausforderungen kennen die Fach- und Leitungskräfte der unterschiedlichen Bildungsakteur:innen vor Ort. Mit dem Bildungsnetzwerk entsteht der fachliche Rahmen für die praxisgerechte Umsetzung der Antworten im Dialog. Da die Herausforderungen vielfältig sind, braucht nachhaltige Veränderung Zeit. Ein Quadratkilometer Bildung trägt dem Rechnung – jenseits der üblichen kurzfristigen Projektlaufzeiten. Dafür steht der gemeinsam vereinbarte Entwicklungshorizont von sieben bis zehn Jahren.

Kooperationen sichern Nachhaltigkeit des Netzwerkaufbaus

Auch wenn die Impulse und Praxisansätze im unmittelbaren Sozialraum rund um die sogenannte Schlüssel(grund)schule entstehen und umgesetzt werden, brauchen die lokalen Bildungsakteur:innen kommunale Unterstützung (Top-down). Neue Wege in angespannten Situationen erfordern auch seitens der zuständigen Verwaltungen Kreativität und Mut, damit gemeinsam gute Lösungen für die Kinder und Jugendlichen erwirkt werden können. Hierbei kommt es auf die Bereitschaft der kommunalen Verantwortlichen an, sich den Herausforderungen vor Ort zu stellen und den Aufbau eines nachhaltigen Bildungsnetzwerks zu unterstützen. Neben den kommunalen Partner:innen arbeitet Ein Quadratkilometer Bildung auch mit der jeweiligen Schulaufsicht zusammen oder kooperiert mit den zuständigen Landesministerien.