
Fünf Tipps, wie sich Sprachförderung leicht in alltäglichen Lese-, Gesprächs- oder Spielsituationen integrieren lässt: Das bietet ein Kartenset, das von den Wissenschaftlerinnen Dr. Valentina Reitenbach und Dr. Anna Nishen in Kooperation mit km2 Bildung Wuppertal über einen Zeitraum von zwei Jahren entwickelt und erprobt wurde. Nun, im Juli 2026, wurde das Kartenset beim Abschlussabend der Vortragsreihe „Mehrsprachigkeit und soziale Gerechtigkeit“ an der Ludwigs-Maximilians-Universität München von Dr. Valentina Reitenbach und der Stiftung km2 Bildung feierlich vorgestellt.
In erster Linie richten sich die Karten an Bildungsakteur:innen ohne fachdidaktisches Vorwissen, etwa ehrenamtlich Engagierte in der Hausaufgabenbetreuung oder in der individuellen Lernbegleitung. Aber auch pädagogische Fach- und Lehrkräfte können die Tipps leicht in ihren Arbeitsalltag integrieren.
Auf der Vorderseite jeder Karte findet sich eine wissenschaftlich fundierte Sprachfördertechnik, etwa „korrektives Feedback“, oder „Lieder singen“ – und das garniert mit Dialogbeispielen und Hinweisen zur Umsetzung. Die Rückseite bietet vertiefende Informationen dazu, warum die Technik funktioniert. Das Kartenset mit fünf Sprachfördertechniken ist digital frei verfügbar, zudem bietet eine PowerPoint-Vorlage (Download .pptx) Bildungsakteur:innen die Möglichkeit, auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen weitere Tipps zu ergänzen.
Die Stiftung km2 Bildung stellt all ihren Programmorten Kartensets als analoges Produkt zur Verfügung und bringt im Herbst 2026 die Wissenschaftlerinnen mit Bildungsakteur:innen aus den Programmorten zusammen, um Erfahrungen und Hinweise bei der Nutzung der Karten auszutauschen. So profitieren Kinder und Jugendliche deutschlandweit von den Tipps – denn jede Lern- und Betreuungssituation bietet Potenzial zur Sprachförderung.
Diese Wissenschaft-Praxis-Kooperation ist im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekts „EQUAL-Net“ entstanden, unter Begleitung der Ludwig-Maximilians-Universität München.
