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	<title>Wismar &#8211; Ein Quadratkilometer Bildung</title>
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	<description>Gute Bildung ist überall möglich.</description>
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		<title>Drei Fragen an&#8230; Anne Sauerwald</title>
		<link>https://www.km2-bildung.de/aktuelles/drei-fragen-an-anne-sauerwald/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benita Ross]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 08:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wismar]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratiebildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Werte im Quadrat]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf ein Wort mit einer Wismarer Wertebotschafterin]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Erzieherin Anne Sauerwald hat am jüngsten Jahrgang der Qualifizierungsreihe &#8222;<a href="https://www.km2-bildung.de/werte-im-quadrat/" data-type="page" data-id="1071" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Werte im Quadrat</a>&#8220; teilgenommen. Hier befasste sie sich über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren mit unterschiedlichen Ansätzen der Demokratiebildung und reflektierte sie immer wieder mit den anderen Praktiker:innen aus fünf Programmorten von km2 Bildung. Wir wollten wissen:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Anne, gab es im Laufe der Qualifizierungsreihe einen besonderen „Aha-Moment“ für dich?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mein besonderer „Aha-Moment“ war die Erkenntnis, dass Kinderrechte nicht erst dann partizipativ vermittelt werden, wenn Kinder ausdrücklich nach ihrer Meinung gefragt werden. Partizipation beginnt bereits bei der Planung eines Angebotes, bei der Gestaltung eines Raumes, bei der Auswahl von Materialien und vor allem bei der Frage, wie viel Raum Kinder für eigene Ideen und Entscheidungen erhalten. Für mich wurde dadurch deutlich, dass pädagogische Angebote als bewusst gestaltete Erfahrungsräume verstanden werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wollte nicht lediglich ein Thema vermitteln, sondern eine Situation schaffen, in der Kinder aktiv werden, mitdenken, ausprobieren und Verantwortung übernehmen können. Diese Erkenntnis hat meinen Blick auf meine pädagogische Arbeit verändert. Ich frage mich seitdem bewusster, wie aus einem vorgegebenen Thema eine gemeinsame Erfahrung entstehen kann, bei der die Kinder nicht nur Zuhörende oder Zuschauende sind, sondern aktive Mitgestaltende. Besonders die Verbindung von Kinderrechten, Kreativität und Partizipation empfinde ich dabei als wertvollen pädagogischen Ansatz.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2026/10/023_KM2_18Sep26_FS2_9151-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4103" srcset="https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2026/10/023_KM2_18Sep26_FS2_9151-1024x683.jpg 1024w, https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2026/10/023_KM2_18Sep26_FS2_9151-450x300.jpg 450w, https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2026/10/023_KM2_18Sep26_FS2_9151-768x512.jpg 768w, https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2026/10/023_KM2_18Sep26_FS2_9151-1536x1024.jpg 1536w, https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2026/10/023_KM2_18Sep26_FS2_9151-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Anne Sauerwald (Mitte) | Foto: Frederic Schweizer</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Welche Impulse aus „Werte im Quadrat“ prägen dein Arbeiten seit deiner Teilnahme?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders geprägt hat mich der Gedanke, Werte nicht nur zu benennen oder theoretisch zu vermitteln, sondern sie im pädagogischen Alltag sichtbar und erlebbar zu machen. Kinderrechte bedeuten für mich deshalb vor allem Beteiligung, Wertschätzung, Respekt und das Ernstnehmen der kindlichen Perspektive. In meiner Arbeit versuche ich bewusster Situationen zu schaffen, in denen Kinder eigene Ideen entwickeln, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen können. Dabei möchte ich nicht jeden Schritt vorgeben, sondern bewusst Raum für das lassen, was sich aus den Ideen und Reaktionen der Kinder heraus entwickelt. Auch die Gestaltung von Räumen und Materialien nehme ich stärker als pädagogisches Gestaltungsmittel wahr. Sie können Atmosphäre schaffen, Neugier wecken und Kindern einen Zugang zu Themen ermöglichen, ohne dass alles ausschließlich über Sprache vermittelt werden muss. Die Qualifizierungsreihe hat mich darin bestärkt, <span class="statement">pädagogische Angebote nicht nur danach zu beurteilen, was am Ende entstanden ist</span>, sondern vor allem danach, wie Kinder beteiligt waren und welche Erfahrungen sie auf dem Weg dorthin machen konnten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Du hast ein Schattentheater mit einem alternativen Blick auf Hänsel und Gretel entwickelt. Was war dir dabei besonders wichtig?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In unserer Kita war das Thema „Märchen“ als Rahmen vorgegeben. Für mich stellte sich die Frage, wie ich diesen vorgegebenen Rahmen mit dem Thema Kinderrechte verbinden und daraus ein partizipatives Angebot entwickeln kann. Daraus entstand die Idee, das Märchen „Hänsel und Gretel“ neu zu erzählen und dafür das Schattentheater als neues Medium einzusetzen. Ich habe das Märchen bewusst umgeschrieben und einen alternativen Blick auf die Geschichte entwickelt. Die Kinderrechte wurden dabei zu einem zentralen Bestandteil der Handlung: Die Hexe wurde mithilfe der Kinderrechte besiegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir war wichtig, die <span class="statement">Kinderrechte nicht einfach zu erklären, sondern</span> sie innerhalb einer bewussten Erzählung <span class="statement">für die Kinder erlebbar und verständlich zu machen</span>. Auch die Gestaltung des Raumes war ein wesentlicher Bestandteil meines Konzeptes. Ich wollte mit Licht, Schatten, Stimmung und Raumgestaltung arbeiten. Die Kinderrechte wurden sichtbar aufgehängt und passende Ausmalbilder ausgelegt. So entstand bereits vor und nach der Vorstellung Raum für Auseinandersetzung und Interaktion. Die Durchführung selbst war ebenfalls partizipativ angelegt. Die Kinder wurden aktiv einbezogen und haben sehr aufmerksam und begeistert mitgemacht. Am Ende bekam jedes Kind ein Knicklicht, das als verbindendes und symbolisches Element der Geschichte diente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders eindrücklich war, dass ein elfjähriger Junge anschließend selbst die Vorstellung übernehmen wollte. Er führte das Schattentheater sogar zweimal durch, weil er selbst ausprobieren wollte, wie es ist, die Geschichte zu gestalten. Für mich wurde dadurch Partizipation ganz konkret sichtbar: Aus einem Kind, das zunächst zuschaut, wurde ein Kind, das selbst handelt, ausprobiert und Verantwortung übernimmt. Genau diese Erfahrung war für mich eine besonders wertvolle Bestätigung meiner pädagogischen Idee.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="252" src="https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2024/12/WerteimQuadrat_RGB_horizontal-1024x252.png" alt="" class="wp-image-2372" style="width:450px;height:auto" srcset="https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2024/12/WerteimQuadrat_RGB_horizontal-1024x252.png 1024w, https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2024/12/WerteimQuadrat_RGB_horizontal-450x111.png 450w, https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2024/12/WerteimQuadrat_RGB_horizontal-768x189.png 768w, https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2024/12/WerteimQuadrat_RGB_horizontal-1536x378.png 1536w, https://www.km2-bildung.de/app/uploads/2024/12/WerteimQuadrat_RGB_horizontal-2048x504.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.km2-bildung.de/werte-im-quadrat/" data-type="page" data-id="1071">Werte im Quadrat</a> ist ein Projekt der Stiftung Ein Quadratkilometer Bildung, das sich mit Demokratiebildung und Themen des respektvollen Zusammenlebens innerhalb einer vielfältigen Gesellschaft auseinandersetzt. Es wird gefördert durch die Karl Schlecht Stiftung (<a href="https://www.ksg-stiftung.de/" target="_blank" rel="noopener">KSG</a>) und die Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung.</p>



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<h2 class="wp-block-heading has-bluegrey-light-color has-text-color has-link-color wp-elements-1">Weitere aktuelle Meldungen:</h2>


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							<h3>Drei Fragen an&#8230; Anne Sauerwald</h3>
							<p>Auf ein Wort mit einer Wismarer Wertebotschafterin</p>
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		<title>km2 Bildung Wismar neu dabei!</title>
		<link>https://www.km2-bildung.de/aktuelles/km2-bildung-wismar-neu-dabei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Rebentisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 11:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wismar]]></category>
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					<description><![CDATA[Fünf in Mecklenburg-Vorpommern: Am 27. April 2026 wurde im Wismarer Stadtteil Wendorf ein weiterer Programmort feierlich eröffnet. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Seeblick-Grundschule, Schlüsselschule von km2 Bildung Wismar, kamen Lehrer:innen und pädagogische Fachkräfte beteiligter Bildungseinrichtungen mit Vertreter:innen von Stadt und Land, der RAA Mecklenburg-Vorpommern, der WOBAU, der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg Nord-West und der Stiftung Ein Quadratkilometer Bildung zusammen und blickten gemeinsam auf bereits gelingende Kooperationen im Stadtteil Wendorf sowie auf die Chancen des neuen Bündnisses für bessere Bildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern und selbst gebürtige Wismarerin, gab den Startschuss. Mit Nachdruck verwies sie in ihrer Rede auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Chancengerechtigkeit. Kompetenzen von Kindern zu fördern, könne nur gelingen, indem man sich die Hände reiche und gemeinsam Verantwortung übernehme. Thomas Beyer, Bürgermeister der Stadt Wismar, bot Einblicke in das Leben im Stadtteil Wendorf: Von jeher stark durch die Arbeit auf der Werft geprägt, hat es in den letzten Jahrzehnten gravierende Veränderungen durchlaufen. Der Programmstart bedeute auch einen Blick von außen mit neuem Input für bestehende Kooperationen und neuen Möglichkeiten der Förderung für Kinder und Jugendliche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ganzheitliche, sozialraumorientierte Ansatz von Ein Quadratkilometer Bildung überzeugte Doreen Machau Aycan, Schulleiterin der Seeblick-Grundschule, die das Kooperationsvorhaben im Rahmen des Startchancen-Programms angestoßen hat. Über das einzelne Klassenzimmer, die eigene Bildungseinrichtung hinauszugucken, Ressourcen zu bündeln und Herausforderungen gemeinsam anzugehen, dabei werden Lehrer:innen und pädagogische Fachkräfte ab sofort tatkräftig von Auguste Sander unterstützt. Sie leitet die Pädagogische Werkstatt, die am zentral gelegenen Platz des Friedens ihre Türen öffnet. Zum Abschluss der Veranstaltung unterschrieben die beteiligten Kooperationspartner:innen eine Erklärung des guten Willens. Die anschließenden Unterhaltungen am Buffett ließen keinerlei Zweifel: Dieser Erklärung werden Entwicklungen für eine bessere Bildung der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil folgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Programmort in Wismar entstand im Projekt „km2 Bildung im Transfer“. Gefördert wird dieses Vorhaben von 2024-2027 von der aqtivator gGmbH und hat zum Ziel jeweils vier Programmorte in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu starten sowie Landeskoordinationsstellen aufzubauen.<br><br>Teaserfoto: Ulrike Kunze</p>
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